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Schnelllesen / Schnell-Lesen- effizienter lernen und lehren -
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Schnell-Lese-Tempo: testen und trainieren
Das Lesetempo der Menschen ist unterschiedlich. Es hängt auch davon ab, wie vertraut der Leser mit dem Inhalt und wie vertraut er mit dem Sprachstil eines Textes ist.
Darüber hinaus spielen viele weitere Faktoren eine Rolle: Wachheit, Konzentration, Lichtverhältnisse, Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand, Kontrast der Schrift zum Hintergrund, Zeilen- und Absatzlänge, Aufzählungszeichen, Verwendung von Tabellen etc.
Nach dem Besuch eines Schnell-Lese-Trainings soll Woody Allen gesagt haben: "Ich bin jetzt in der Lage, 'Krieg und Frieden' in nur zwanzig Minuten zu lesen. Anschließend weiß ich: Die Geschichte spielt in Russland." ...
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Das Lesetempo ist eine Fähigkeit, die durch Übung gefördert werden kann: Ein Grundschüler liest typischerweise langsamer als ein Erwachsener, ein kaufmännischer Angestellter liest typischerweise schneller als ein Facharbeiter.
Dass vermehrtes Lesen auch unbewusst zur Änderung der Lesetechnik führt, kann man an der Entwicklung von Leseanfängern besonders gut beobachten.
Ein Erstklässler liest die Wörter innerhalb eines kleinen Satzes anfangs noch einzeln buchstabierend. Das kann so viel Zeit und Konzentration in Anspruch nehmen, dass das Kind beim Satzende nicht mehr weiß, wie der Satz begonnen hatte. Schon etwa ein Jahr später liest das Kind nicht mehr einzeln buchstabierend, sondern es erfasst bereits viele Wörter in ihrem Gesamtbild.
Auch noch als Erwachsener kann man dieses Phänomen erleben, zum Beispiel dann, wenn innerhalb eines gewöhnlichen Satzes plötzlich ein völlig unbekanntes Fremdwort auftaucht. Entweder überliest man einfach dieses Fremdwort, weil es nicht besonders wichtig erscheint, oder man versucht, es buchstabierend zu vokalisieren.
Wenn man die Tageszeitung zum Beispiel um 180° dreht, so dass der Text auf dem Kopf steht, dann kann man die kindlichen Leseschwierigkeiten rasch nachvollziehen. Zunächst ist man nämlich nur in der Lage, die Buchstaben einzeln zu identifizieren, um sie dann zu Wörtern zusammenzusetzen. Schon nach wenigen Minuten hat sich das Gehirn an das neue Schriftbild gewöhnt, das Identifizieren der Buchstaben ist stark beschleunigt, und einzelne Wörter werden bereits als ganzheitliches Wortbild wahrgenommen.
Interessanterweise haben Viel-Leser kaum Schwierigkeiten, einen Text inhaltlich richtig zu erkennen, bei dem die Abfolge der Buchstaben innerhalb der einzelnen Wörter (mäßig) durch einander gewirbelt ist. Das könnte die Annahme verstärken, dass das Gehirn auch in der Lage ist, beim 'fliegenden' Lesen eines Satzes mit richtig geschriebenen Wörtern den Text sinngemäß zu erfassen. - Muster eines solchen 'verwirbelten' Textes:
"Üebrflieegn
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eesfrsan zu wloeln.
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Personen, die viel lesen, entwickeln mit der Zeit die Fähigkeit, auch Gruppen von Wörtern als zusammen hängende Einheiten zu erkennen. Solche Wortgruppen können zum Beispiel die eigenen Adressdaten auf einem Brief sein oder die Begrüßungsfloskel "Guten Tag, Frau ..." oder die Schlussformulierung "Mit besten Grüßen".
In den 50er Jahren hatte erstmalig die Amerikanerin Evelyn Wood das Phänomen unterschiedlicher Lesegeschwindigkeiten untersucht und Methoden entwickelt, das Lesetempo zu erhöhen.
In der Zwischenzeit werden in Büchern und in Seminaren vielfältige Techniken vorgestellt, um die persönliche Lesegeschwindigkeit zu verdoppeln, zu verdreifachen oder um noch höhere Geschwindigkeitszuwächse zu erreichen. Drei dieser vielfältigen Verfahren sind besonders gut nachvollziehbar:
Empfehlung 1: Überfliegen Sie den Text ohne die Absicht, jeden einzelnen Satzteil inhaltlich richtig erfassen zu wollen. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Gehirn den Sinn durch die Gesamtheit der Informations-Bruchstücke erkennt. Diese Art des Lesens praktizieren viele Leute unbewusst bei der täglichen Zeitungslektüre.
Empfehlung 2: Lassen Sie Ihren Zeigefinger nur über jede dritte Zeile zügig von links nach rechts wandern. Die Augen werden dieser Bewegung reflexartig folgen und dabei die wichtigsten Informationsteile aller drei Zeilen gleichzeitig erfassen.
Empfehlung 3: Schauen Sie sich zunächst nur das Inhaltsverzeichnis eines Buches oder die Überschriften eines Artikels an. Überlegen Sie dann kurz, welche persönlich relevanten Informationen Sie im Text zu finden hoffen und überfliegen Sie dann den Text, um die gesuchten Informationen zu entdecken.
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