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Lösungsansatz für höhere Effizienz im Bildungsbereich

Der aktuelle Trend im betrieblichen Bildungsbereich

Die Bildungsverantwortlichen in den Unternehmen haben klare Vorstellungen:

Die von vielen Unternehmen angestrebte Lösung heißt 'Blended Learning'. Mit diesem Begriff ist die Kombination aller wirksam erscheinenden Methoden und Medien gemeint. Als wichtige Komponenten gelten hierbei insbesondere die neuen Möglichkeiten, wie 'Computer Based Training', 'Web Based Training' und 'Virtuelles Klassenzimmer'. Auch die neuere Variante des Fachbuches, das 'Hör-Buch', rückt zunehmend ins Blickfeld.


Eine Schwachstelle im Bildungsbereich

Meist wird im Bildungsbereich überwiegend darüber nachgedacht, wie die Lehrinhalte durch die Lehrpersonen (und / oder durch das Medium) vermittelt bzw. wie die Lerninhalte durch die Lernenden aufgenommen werden können. Es geht dabei also um die Frage, in welcher Weise die Lerninhalte besonders gut und schnell in den Kopf der Lernenden hinein kommen.

Um den Prozess des 'In-den-Kopf-hinein' zu optimieren, lesen die Lernenden zum Beispiel einen Fachartikel oder ihre eigenen Aufzeichnungen vor Prüfungen mehrfach wiederholend durch. - Im verfeinerten betrieblichen Lehr-Prozess werden für solche Wiederholungen statt dessen unterschiedliche Methoden und Medien eingesetzt, um Langeweile und 'Pauk-Atmosphäre' zu vermeiden.

Lehr- und Lernprozesse können jedoch in vielen Fällen 'verschlankt' und dadurch effizienter gestaltet werden. Die letzte und meist auch schon die vorletzte Wiederholung beim 'In-den-Kopf-hinein'-Prozess könnte durch einen früheren Prozess des 'Aus-dem-Kopf-heraus' ersetzt werden.

Das mehr aktive 'Aus-dem-Kopf-heraus'-Wiederholen hinterlässt deutlich bessere Erinnerungsspuren! Hinzu kommt, dass nur auf diese Weise die noch vorhandenen Wissenslücken identifiziert werden können. Erst die Kenntnis der Wissenslücken ermöglicht ein wiederholendes Nacharbeiten (In-den-Kopf-hinein), das auch passt!

Durch frühzeitige 'Aus-dem-Kopf-heraus'-Prozesse lassen sich Lehr-/Lern-Zeiten und Bildungs-Kosten (sinnvoll) reduzieren.


Verschiedenartige 'Aus-dem-Kopf-heraus'-Prozesse

Innerhalb von Seminaren stellen die Ausbilder ihren Teilnehmern häufig Kontrollfragen, um zu prüfen, ob der bislang vermittelte Lehrinhalt 'angekommen' ist, bevor sie mit ihren Unterrichten fortsetzen.

Das Durchdenken von Kontrollfragen hat den zusätzlichen Vorteil, dass es bei den Lernenden im Normalfall zu einem besseren Verankern des Gelernten führt, als dass das bei der Informations-Aufnahme der Fall war (höhere geistige Aktivierung).

Ergänzend zu den mündlichen Fragen der Ausbilder erhalten die Lernenden mitunter die Möglichkeit, schriftliche 'Erfolgskontrollen' zu lösen oder sich an Lernspielen in der Art von Trivial Pursuit® zu beteiligen. Zunehmend werden hierfür auch elektronische Varianten verwendet.

Eine andere einfache Variante für den 'Aus-dem-Kopf-heraus'-Prozess ist das MemoCard-Verfahren. Es kann für jeden einzelnen Lernenden individuell genutzt werden, es ist sehr kostengünstig zu realisieren, und es hat einen besonders hohen Wirkungsgrad.


"Repetitio est mater studiorum"

Beim Denken entstehen Verbindungsmuster, an denen eine große Menge unserer Gehirnzellen beteiligt ist. Je öfter man diese Verbindungsstrukturen nutzt, um so sicherer kann man sich später an die betreffenden Informationen erinnern. Die alten Lateiner fassten das so zusammen: "Repetitio est mater studiorum" – "Die Wiederholung ist die Mutter der Lernens."

Die wirkungsvollste Art von Wiederholungen sind übrigens diejenigen, die man gar nicht als solche wahrnimmt: Es sind die praktischen Anwendungen des Gelernten. - Im Umkehrschluss ist zum Beispiel die Teilnahme an einem Seminar zur Nutzung einer bestimmten Software sinnlos, sofern die Lernenden im Anschluss an das Training erst noch Wochen oder Monate warten müssen, bevor sie mit dieser Software arbeiten können.

Solange es noch keine praktischen Anwendungsmöglichkeiten gibt, ist das Wiederholungs-Lernen mit MemoCards - im Vergleich mit den üblichen Wiederholungs-Prozessen - besonders vorteilhaft.


Ursprung der MemoCard-Idee

Die einfachste Form der MemoCard haben viele Schüler während ihrer Schulzeit im Fremdsprachen-Unterricht kennen gelernt, und zwar als so genanntes 'Vokabelkärtchen'. Ein 'Vokabelkärtchen' ist eine kleine Karteikarte - typischerweise im DIN A7-Format (ungefähr die Größe einer Scheckkarte). Auf die Vorderseite wird zum Beispiel 'Tisch' geschrieben und auf die Rückseite 'table'.

Dieses Prinzip von Frage- und Antwort-Karte ist auch auf alle anderen Wissensinhalte anwendbar. Das wird in der Schule jedoch kaum praktiziert, weil es viel aufwändiger ist, 'richtige' Fragen und Antworten zu formulieren und zu notieren, als nur eine deutsch- und die entsprechende fremdsprachige Vokabel vom Vokabelteil des Sprachbuches abzuschreiben.

Wenn es um Lerninhalte wie zum Beispiel 'Volkswirtschaftslehre' oder 'Rechtsgrundlagen' geht, ist der Aufwand ungleich größer. Hier erfordert der Lerninhalt eine hohe fachliche Kompetenz, um die richtigen Fragen zu stellen und die richtigen Lösungen zu formulieren. Hinzu kommt eine wesentlich aufwändigere Texterfassung.

Eine 'anspruchsvollere' MemoCard könnte zum Beispiel so aussehen:

Vorderseite:

  

Rückseite:

 

Im betrieblichen Bildungsprozess spielt ein solcher zusätzlicher Formulierungs-Aufwand keine Rolle, denn er macht nur einen Bruchteil dessen aus, was für anderweitige Prozesse des 'In-den-Kopf-hinein-Schiebens' bzw. des 'Aus-dem-Kopf-heraus-Holens' aufzuwänden ist.


Unternehmen haben bereits ihre eigenen MemoCard-Profis

Für engagierte Trainer / Ausbilder ist nur eine kurze Einarbeitung erforderlich, um ihr spezielles Know-how in 'gute' MemoCards umzusetzen: In Schulungsveranstaltungen wurden schon immer offen formulierte Fragen gestellt.

Für Verkaufstrainer ist es ein Leichtes, ihre in den Verkaufstrainings empfohlenen verkäuferischen Verhaltensweisen, die speziellen Nutzen-Argumentationen und die Einwand-Behandlungen in Form von MemoCards aufzuschreiben. Allein schon das hat wichtige Vorteile:

  • Die in den Trainings empfohlenen Argumentationen und verkäuferischen Formulierungen werden in prägnanter Weise dokumentiert!

  • Die Dokumentation in MemoCard-Form wird durch ihren praktischen Einsatz innerhalb von Trainings durch die lernenden Praktiker laufend auf Verwendbarkeit überprüft. Das trägt zur weiteren Optimierung bei.

  • Die Lernenden haben es (auch nach den Training) mit solchen MemoCards leichter, die empfohlenen Argumentationen und 'Sprechs' einzuüben bzw. leichter auf ihre eigene Sprechweise zu übertragen.

  • Die Führungskräfte der Lernenden verfügen über ein gut handhabbares Medium, um anlässlich von Kleingruppenmeetings einzelne Argumentationen und 'Sprechs' in kurzen Rollenübungen demonstrieren zu lassen, ohne hierfür zunächst eine spezielle Trainerqualifikation erworben haben zu müssen.

Wenn man an die großen Gruppen von Verkaufsmitarbeitern im Bereich des Multi-Level-Marketing / Network-Marketing denkt, wären 'verkäuferische' MemoCards hierfür geradezu ideal! - Muster einer verkäuferischen MemoCard:

Vorderseite:

 

Rückseite:

 


Grundregeln zur Formulierung von MemoCards

Für das Erstellen von MemoCards sollten zwei Grundregeln beachtet werden:

  • Möglichst keine Ja-/Nein-Fragen, sondern offene Fragen formulieren.

  • Die Antworten möglichst etwas umfassender formulieren, als es die Fragestellungen unbedingt erfordern. Das erleichtert das Wiederholungs-Lernen im Gesamtzusammenhang und ist ein entscheidender Unterschied zu den Kartensammlungen mit den Schlagwort-Antworten zum Trivial-Wissen, die von einigen Verlagen seit mehreren Jahren erfolgreich als Gesellschaftsspiele vermarktet werden.


Die vier wichtigsten Argumente für das Wiederholungs-Lernen mit MemoCards

  1. MemoCards erlauben eine 'Selbstbefragung' des Lernenden. Diese Art von Wiederholung ist wirkungsvoller, als wenn sich der Lernende das betreffende Wissen erneut in den Kopf 'hinein schieben' würde: Die Frage veranlasst das Gehirn, nach der bereits 'zugeführten' Antwort-Information zu suchen.

  2. Kann der Lernende die Antwort in seinem Kopf wieder finden, wird dadurch die Verbindungsstruktur der betreffenden Gehirnzellen verstärkt und mit einer 'Freude-Markierung' versehen. In der Lern-Psychologie nennt man diesen positiven Effekt 'Lernverstärkung'. 

  3. Sofern sich der Lernende jedoch nicht oder nicht richtig an die gesuchte Information erinnert, dann ist auch diese Situation für ihn nützlich: Auf diese Weise erfährt der Lernende überhaupt davon, dass sein Gehirn die zuvor erhaltene Information noch nicht oder noch nicht komplett wieder finden kann. Deshalb wird er die Antwort von der Rückseite der MemoCard jetzt - bewusst oder unbewusst - mit größerer Aufmerksamkeit wahrnehmen als zuvor. Außerdem könnte er jetzt überlegen, wie er sich die Antwort für eine spätere erneute Wiederholung leichter erinnerbar macht.  

  4. MemoCards ermöglichen es dem Lernenden, Gewusstes und noch nicht Gewusstes auseinander zu sortieren: Nur das noch nicht Gewusste muss er zusätzlich wiederholen.

Im Oktober 2002 berichtete der FOCUS über die 26-jährige Hamburger Juristin Ulrike Kleimaier, die speziell mit Hilfe der Lernkarten- / MemoCard-Technik ihren Einser-Abschluss nach nur sieben Semestern erreichte ...


Ganz einfach: MemoCards in größeren Stückzahlen

MemoCards haben sich während der letzten Jahrzehnte insbesondere als von Hand geschriebene Vokabel-Lernkarten viele Tausende Male praktisch bewährt.

Für andere Inhalte, zum Beispiel das Fachwissen von Verkaufs-Beratern,  konnten sie sich bislang noch nicht in größerem Umfang durchsetzen:

  • Für Lernende, die solche MemoCards nur für sich selbst verwenden wollten, erschien der Erstellungsaufwand meist als zu groß.

  • Für Lern-Arbeitsgemeinschaften oder für Unternehmen, die solche MemoCards nur in kleineren Auflagen erstellen wollten, gab es keine passende Software. - Bei sehr großen Auflagen, wie zum Beispiel bei Sprachen-Lernkarten der großer Verlage lohnte sich auch schon bisher die Erfassung der Texte innerhalb von Datenbankanwendungen und das anschließende Drucken und Konfektionieren in herkömmlicher Form.

Eine passende Software für diese Bedarfslücke muss mehrere Anforderungen erfüllen:

  • Sie muss geeignet sein, um die Frage- und die Antwort-Texte ähnlich komfortabel wie bei einem üblichen Textverarbeitungs-Programm erfassen zu können.

  • Sie muss geeignet sein, um ganz rasch und individuell MemoCard-Serien nach bestimmten Themen, Stichworten, Schwierigkeits-Graden oder Lern-Zielgruppen selektieren zu können (ohne zuvor die Handhabung einer Datenbank-Software erlernen zu müssen).

  • Sie muss geeignet sein, um selektierte MemoCard-Sammlungen komfortabel ausdrucken zu können - am besten auf perforierte Druckträger, um die einzelnen Karten sofort nach dem Druck ganz einfach auseinander brechen zu können.

Seit wenigen Jahren gibt es eine solche Software: memoCARD. memoCARD kann als kostenfreie Prüf-Version getestet werden. Als Lite-Version kostet sie (zur privaten und kleingewerblichen) Nutzung weniger als 30 EUR. - Weitere Informationen: siehe unten, außerhalb des scrollenden Bereiches.

Bei memoCARD stehen verschiedene Ausdruck-Varianten zur Verfügung. Die wichtigsten sind:

  • jeweils acht Fragen auf eine Seite DIN A 4, die dazugehörigen Antworten seitenrichtig auf die Rückseiten
    Service: Es stehen sympathisch gestaltete Druckträger zur Verfügung; Kartonstärke: etwa 170 g; micro-perforiert für das Auseinanderbrechen von etwa DIN A7 großen MemoCards.

  • der so genannte Autoren-Ausdruck für schnelles Korrekturlesen: jeweils vier Fragen auf einer DIN A4-Seite links unter einander; die passenden Antworten jeweils rechts daneben,

  • der 'Abschlusstest' (Erfolgskontrolle): lediglich jeweils vier Fragen untereinander links auf einer Seite DIN A 4; der Leerraum rechts daneben ist für die Eintragungen durch die 'Prüflinge' reserviert.


Vorteile des MemoCard-Verfahrens für alle Beteiligten

Gutgemachte MemoCards haben für die Lernenden vielfache Vorteile:

  • In Frage und Antwort prägnant formuliert: Konzentration aufs Wesentliche.

  • Aufteilung der zu vermittelnden / der zu lernenden Wissensinhalte in kleine Module.

  • Simulation der Praxissituation: Die Praxis fordert fortlaufend Antworten auf (hörbare und nicht hörbare) Fragen.

  • Einfach zu handhaben: Musterlösungen buchstäblich im 'Handumdrehen'

  • Die Lösungen auf den Rückseiten enthalten einen Hinweis auf den größeren Zusammenhang, also keine 'nackten' Ja-/Nein-Antworten.

  • Wichtige Erfolgserlebnisse bei richtig beantworteten Fragen.

  • Hervorragend, um die noch nicht beherrschten Lerninhalte überhaupt entdecken zu können.

  • Zeitgewinn: Wiederholt wird nur das, was noch immer nicht 'sitzt'! Der Rest wird als 'gekonnt' zur Seite gelegt.

  • Motivationszuwachs: Der Lernende kann beobachten, wie der Stapel der gewussten MemoCards immer höher wird bzw. wie der Stapel mit den noch nicht gewussten Informationen immer weiter abnimmt.

  • Ohne Technik überall einsetzbar: am Arbeitsplatz , im Bus, im Wartezimmer ...

  • Lern-Variante als Abwechslung gegenüber den anderen sinnvollen Medien, die Technik-Einsatz erfordern (CBT, WBT, eLearning).

  • Sinnvolles Üben auch für jeweils nur kleine 'Lernportionen': Es macht auch Sinn, einmal nur zehn oder fünf MemoCards wiederholend zu bearbeiten; es gibt keinen 'falschen' Beginn oder kein 'falsches' Ende des Lernprozesses.

  • Hilfreich für das Lernen allein oder (spielerisch) auch mit Anderen.


Die Verantwortlichen in Personalentwicklung / Weiterbildung sind mit dem Einsatz von MemoCards gut beraten:

  • MemoCards erleichtern die Akzeptanz für das zunehmend geforderte 'selbst gesteuerte Lernen'.

  • MemoCards dienen als effiziente Transfer-Maßnahme bereits innerhalb eines Seminars und erst recht im Anschluss an ein Seminar.

  • MemoCards bieten den Führungskräften der Lernenden eine Hilfe für ihr Coaching.

  • MemoCards ermöglichen sinnvolle Seminarverkürzungen und führen insofern zu Kostenersparnissen.

  • MemoCards können problemlos auch für ganz spezielle Lerninhalte erstellt werden, zum Beispiel für unternehmensspezifische Besonderheiten. (Mit Hilfe der Software memoCARD sind kleine, größere und große Druckauflagen sehr kostengünstig möglich!)


Fazit:

Es gibt auch im Bildungsbereich immer wieder mal einfach geniale, genial einfache Lösungen ...

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Dieser Artikel steht unterhalb des Scroll-Bereiches auch als bequem ausdruckbare PDF zur Verfügung.

Autor: Reinhold Vogt, memoPower.de
"Deutschlands innovativer Lerntechnik-/Gedächtnis-Trainer"