Suggestopädie - eine inzwischen etablierte Methode
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LLG-Lexikon: Stichwortverzeichnis
Lernen,
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Unterrichte wirkungsvoll(er) gestalten
Gastbeitrag von Birgit Spies, www.thinktime.de
Erstmals angewendet wurde die Suggestopädie im Sprachunterricht. In Bulgarien von Dr. Georgi Lozanov als Superlearning entwickelt, wird hier davon ausgegangen, dass es durch den Einsatz bestimmter Lernmethoden möglich ist, dem Lerner den Zugang zu Lerninhalten zu erleichtern, diese im Gehirn besser zu verankern sowie bestehende Lernbarrieren zu beseitigen.
Später wurde die Grundidee von
Prof. Dr. Donald Schuster, Iowa / USA,
aufgegriffen und in der westlichen Welt unter dem Begriff 'Superlearning'
vermarktet. Der Begriff Suggestopädie setzt sich
aus den Worten Suggestion und Pädagogik zusammen. Suggestion wird im Sinne
des Wortes to suggest (engl)= vorschlagen verwendet. Die Vielfalt der in der
Suggestopädie eingesetzten Methoden ist somit als Vorschlag an den Lerner zu
verstehen. Längst ist die Suggestopädie den
Kinderschuhen entwachsen, hat sich weiterentwickelt und ist zu einem festen
und anerkannten Bestandteil in der Bildungslandschaft geworden. In die
heutige Arbeit eines Suggestopäden fließen Erkenntnisse aus der
Neurobiologie, insbesondere der Lern-, Stress- und Gehirnforschung genauso
mit ein wie Forschungen aus den Bereichen der Lerntheorien und der
humanistischen Psychologie. Sie geben dem Suggestopäden die Möglichkeit,
neue Methoden zu entwickeln und in den Lehr- und Lernprozess einfließen zu
lassen. Wird suggestopädische gelehrt und
gelernt, so entsteht auf der Basis gegenseitiger Achtung und gegenseitigen
Vertrauens ein harmonischeres Miteinander zwischen allen Beteiligten. Das
lässt den Lerner seine persönlichen Stärken und Ressourcen entdecken und
entwickeln sowie sein Selbstwertgefühl verbessern. Als wichtige Wirkfaktoren sind zu
nennen: >> Berücksichtigung lernfördernder
Faktoren
Einbeziehen der Persönlichkeit und
Ausstrahlung des Lehrenden
Abbauen von Lernblockaden
Arbeiten mit Zielen und Stärken
Schaffen einer anregenden Lern- und Arbeitsatmosphäre effektiver und respektvoller Umgang
mit Fehlern >> Lernen mit allen Sinnen
Nutzen lernbiologischer
Erkenntnisse ganzheitliche Arbeitsweise, die
emotionales und bewegtes Lernen unterstützt >> Schaffen einer ausgewogenen
Rhythmisierung
Wechsel zwischen Anspannung und
Entspannung dem natürlichen Rhythmus folgend
spannende und kurzweilige, aber
auch herausfordernde und anspruchsvolle Präsentation der Lerninhalte flexibel auf den individuellen
Lernprozess abgestimmt >> Einsatz ausgewählter Musik
zur Verankerung von Lerninhalten zum Energieaufbau und zur
Konzentration >> Nutzen der Gruppenprozesse
Fördern von Austausch und
gemeinsamen Erleben Aktivieren der Gruppenressourcen zu
Selbstaktualisierung und Selbstregulierung
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