'SQ3R' und andere Techniken
des schnelleren Einarbeitens in ein neues Fachgebiet

 

 

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Auszug aus den memoNews vom 15. August 2005

 

So könnten Sie (z. B.) 'Rechtsgeschichte' leichter lernen

 

 

Sehr geehrter Herr Vogt,

 

ich ersuche Sie, mir bei folgender Problematik Hilfestellung zu leisten: Ich studiere Rechtswissenschaften, meine nächste Prüfung "wäre" Rechtsgeschichte. "Wäre" deshalb, weil ich nicht weiß, wie ich diese unglaublichen Unmengen an Informationen und Jahreszahlen lernen soll und kann.

 

Im gegenständlichen Fach sind mehrere Bücher zu beherrschen!

 

Wie mache ich es nun, dass ich einerseits den gesamten Lernstoff beherrsche, auf der anderen Seite aber nichts verwechsele? Rechtserkenntnisquellen im Frühmittelalter sind gänzlich andere, als zum Beispiel im Römischen Reich.

 

Mit freundlichen Grüßen, H. G., Österreich

 

=

 

Lieber Herr G.,

 

vielleicht helfen Ihnen meine kurzen Stichworte als grobe Tipps:

  • Die einzelnen Kapitel im Schnellverfahren lesen, um einen Überblick zu erhalten. Dabei gleichzeitig die so genannten Sinnträger-Infos farblich markieren; Ihre persönlichen Gedanken an den Rand schreiben.
     

  • Jeden Hauptgedanken stichwortartig auf die Rückseite einer Lernkarte / MemoCard schreiben; auf die Vorderseite dieser Lernkarte / MemoCard ein passendes Frage- Stichwort notieren. Dieses Verfahren erfordert ein nochmaliges 'präziseres' Lesen. (Link zu Lernkarten / MemoCards)
     

  • Die Lernkarten / MemoCards in Verbindung mit der LernBox nach Leitner wiederholend bearbeiten; "Die Wiederholung ist die Mutter des Lernens." (Link zur LernBox nach Leitner  bzw. zur virtuellen Lernkartei)

Diese drei Punkte entsprechen auch ungefähr der bekannten 'SQ3R'-Lese- / Lern-Methode:

- Survey (Überblick verschaffen),

- Questions (Fragen formulieren),

- Read (Lesen),

- Recite (den Inhalt wiederholen),

- Review (den Gesamtinhalt rekapitulieren). - hier ein konkretes Beispiel
 

  • Jahreszahlen (sofern die wirklich präzise nötig sind) mit der Software memoCODE in leichter einprägbare Begriffe 'übersetzen' lassen. (Link zur Software memoCODE)

    Ansonsten lediglich die Zeitperioden einprägen, z. B. 'Mitte des 8. Jahrhundert' = 'Stopp der Mauren in Südfrankreich'; 'Anfang des 16. Jahrhunderts' = 'Zeit der Reformation in Deutschland'.

     

  • In einer Arbeits-Gemeinschaft arbeiten, um sich die Arbeit der Lernkarten- / MemoCard-Erstellung zu teilen: Jeder Partner bearbeitet einen Teil des Ganzen und stellt die hierzu erstellten Lernkarten / MemoCards den Kollegen zur Verfügung; mit der Software memoCARD ist das ja ganz einfach zu realisieren. (Link zur Software memoCARD)

 

Auch die weiteren der Lern- / Gedächtnis-Tipps anwenden, die ich in den bisherigen memoNews (seit Sept. 2000) veröffentlicht habe und auch künftig dort publiziere. (Hier können Sie die kostenfreien memoNews abonnieren.)

 

Zusätzlich empfehle ich Ihnen die Teilnahme an einem oder mehreren meiner memoPower Lerntechnik- / Gedächtnistrainings, in Ihrem speziellen Fall das memoHistory - Cleveres Einarbeiten in ein neues Fachgebiet am konkreten Beispiel "Geschichte der letzten 2.000 Jahre". (Link zu diesem Training)

 

Ich wünsche Ihnen gute Lern-Erfolge :))

Ihr Reinhold Vogt

 

 

 

Hallo Herr Vogt,
 

darf ich mich noch mit folgenden zwei Fragen an Sie wenden?

 

Sie schreiben: "Dabei gleichzeitig die so genannten Sinnträger-Infos farblich markieren." - Ich kenne viele Studenten, die verschiedene Marker verwenden. Ist dies sinnvoll? Also Überschriften generell zum Beispiel in orange markieren, wichtige Infos in gelb usw.

 

Damit bin ich schon bei meiner nächsten Frage: Wie erkenne ich Sinnträger-Infos? Ich neige dazu, ganze Absätze zu markieren ...

 

Mit freundlichen Grüßen, H. G.

 

=

 

Lieber Herr G.,

 

zu den verschiedenen Farben:

 

Das scheint mir grundsätzlich nicht erforderlich zu sein. Allenfalls dann, wenn in einem Kapitel zum Beispiel sowohl wichtige Infos zu 'Strafrecht' als auch zu 'Zivilrecht' enthalten sind.

 

Überschriften brauchen Sie überhaupt nicht zu markieren: Deren normale Hervorhebung ist m. E. doch schon deutlich genug!

 

 

zu 'Reduktion auf einzelne Begriffe':

 

Stellen Sie sich bitte vor, Sie wollten innerhalb einer Prüfung einem Freund durch 'Vorsagen' helfen: Welches Stichwort würden Sie ihm je relevantem Hauptgedanken zuflüstern? ... oder welche Stichworte müsste ein passender 'Spick-Zettel' mindestens enthalten?

 

Üben Sie doch einfach mal mit der Zeitung: Artikel lesen und anschließend wenige Stichwörter markieren. Wenn Sie die Zeitung fertig gelesen haben, dann schauen Sie sich nur noch einmal die markierten Stellen an und prüfen Sie, ob Ihnen diese Stichwörter bereits als 'Erinnerungs-Anker' nutzen.

 

Beste Grüße
Ihr Reinhold Vogt

 

 

 

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