Mind Mapping / MindMaps® - ein Mythos / kritische Hinweise

- effizienter lernen und lehren -

 

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Impressum

 
 

Der Lernnutzen 'typischer' MindMaps® wird teilweise überschätzt!

Muster:

MindMap 'Lernen'

 

Kritische Anmerkungen, Teil 1

  • "MindMaps sind gut geeignet, um einen Überblick zu verschaffen!" - JA, aber ...

    Auch mit gut gegliederten herkömmlichen Übersichten, zum Beispiel Inhaltsverzeichnissen in Büchern oder Organigrammen, ist ein solcher Nutzen erreichbar!

     

  • "Lernende, die sich eine MindMap erstellen, nutzen damit eine alternative Form des 'erarbeitenden Lernens'!" - JA, aber ...

    Das gilt auch, wenn sich die Lernenden eine gut gegliederte herkömmliche Stichwort-Sammlung anlegen, und zwar am besten mit Karteikärtchen: Deren Struktur lässt sich ganz einfach
    (ohne technische Hilfsmittel, ohne Radiergummi) verändern. - Das Erarbeiten und das Verändern der Struktur (nach anderen Hauptgesichtspunkten) sind sogar zwei Varianten des 'erarbeitenden Lernens'!

    Darüber hinaus lässt sich eine solche Kärtchen-Sammlung mit geringem zusätzlichen Aufwand zu einer MemoCard- / Lernkarten-Sammlung ausbauen, um ein besonders effizientes Wiederholungs-Lernen zu ermöglichen, s. nächster Punkt.


     

  • "Lernende können eine MindMap zum schnellen Wiederholungs-Lernen verwenden!" - JA, aber ...

    Wiederholungen mit MemoCards / Lernkarteien sind ungleich effizienter, weil der Lernende durch das Stichwort (bzw. eine komplette Frage) auf der Vorderseite angeregt wird, die Antwort aus der Erinnerung abzurufen (und weil Lernkarten sortierbar sind - nach 'gewusst' bzw. nach 'noch nicht gewusst'.)

Wiederholungs-Lernen mit MindMaps entspricht dem Prinzip 'noch einmal in den Kopf hinein schieben' - Wiederholungslernen mit MemoCards / Lernkarten entspricht dem deutlich effizienteren Prinzip 'aus dem Kopf herauszuholen versuchen'. - Weitere Details zu diesem Unterschied: hier

 


Kritische Anmerkungen, Teil 2

 

Inwieweit prägen sich MindMaps 'fotografisch' ein?

 

Verfechter des Mind Mappings führen an, dass sich eine solche 'grafische' Darstellung besser einprägt als ein üblicher Text, weil wir Menschen über einen mächtigen visuellen Erinnerungs-Speicher verfügen.

 

Diese These ist grundsätzlich richtig, aber der 'grafische' Wert üblicher MindMaps (siehe weiter oben) wird meist völlig überschätzt: Man bekommt zwar ein 'optisches Gefühl' für die Gesamtstruktur der betreffenden Wörter-Anordnung, aber es fällt dennoch schwer, sich an die vielen Text-Details zu erinnern!

 

Die allermeisten Menschen verfügen nicht über ein so genanntes 'fotografisches Gedächtnis'! - Falls Sie ausprobieren wollen, inwieweit Sie persönlich über ein 'fotografisches Gedächtnis' verfügen, dann nutzen Sie doch die kostenfreie Software memoFOTO: Hier.

 

Man kann eine MindMap - im Sinne von Tony Buzan - durchaus so gestalten, dass sie leichter für das 'geistige Auge' erfassbar ist. Hierfür gelten allerdings zwei Voraussetzungen:

  •  Sie muss überwiegend bildhafte Elemente enthalten.

  •  Die Anzahl der bildhaften Elemente darf nicht zu groß sein.

Beispiel einer solchen mehr grafischen MindMap:

 

MindMap, die sich das Gedächtnis leichter merken kann

 

 

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Weitere Infos zum Thema 'MindMapping':

 

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Hinweis:
Die auf dieser Website genannte Bezeichnung MindMap
® ist gesetzlich geschützt durch Tony Buzan, www.buzanworld.com bzw. durch Maria Beyer, www.brainland.de.

 

 

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