Lerntipp: Wie Sie Bilder zum Lernen nutzen

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Sicherlich hatten auch Sie in Ihrer Schul-Zeit folgendes Erlebnis:

 

Sie saßen in einer Klassen-Arbeit zu einem Thema, das Sie mit Hilfe eines Lehrbuches vorbereitet hatten, und grübelten über bestimmte Details. Allmählich erschien vor Ihrem geistigen Auge das Bild einer Grafik, die zu dem Lerninhalt gehörte. Sie konnten sich sogar daran erinnern, wie diese Grafik im Detail aussah, welche Aussagen dazu gemacht worden waren ...

 

Das Gehirn der meisten Menschen hat eine Vorliebe für Bilder! Das, was man einmal mit seinen Augen als typisches Bild (also nicht nur als Schrift-'Bild') gesehen hatte, oder was man sich intensiv vor seinem geistigen Auge ausgemalt hatte, bleibt erstaunlich gut im Gedächtnis haften. - Übrigens, auch im Traum zeigt uns das Gehirn, wie es am liebsten arbeitet: in Bildern!

 

Erinnern Sie sich doch bitte einmal an ein Erlebnis aus Ihrem letzten Urlaub! Stellen Sie sich bitte vor, Sie würden jemandem davon erzählen: Eigentlich bräuchten Sie doch nur den 'Film' zu beschreiben, der nun vor Ihrem geistigen Auge abläuft ...

 

In der Fachliteratur trifft man immer wieder auf eine Tabelle, die den Lernnutzen unter Berücksichtigung der Sinneskanäle bzw. Körper-Aktivitäten darstellt:

 

  Was wir (nur) lesen:
Was wir (nur) hören:
Was wir (nur) sehen:
Was wir hören und sehen:
Worüber wir reden:
Was wir tun:
zu 10%
zu 20%
zu 30%
zu 50%
(wahrscheinlich eher mehr!)
zu 70%
zu 90%
 

 

Auch wenn nirgendwo zu lesen ist, durch welche Experimente diese Prozentzahlen ermittelt wurden, so lehrt doch die Erfahrung, dass eine der Kernaussagen dieser Tabelle (jedenfalls für die meisten Menschen) stimmen könnte:

Die Erinnerung an visuell wahrgenommene Informationen ist viel größer als die Erinnerung an auditiv bzw. nur Schrift-lesend wahrgenommene Informationen. Allein daraus kann man zwei sich ergänzende LernTipps ableiten:

 

 

Lerntipp A:

 

Sofern Ihre Lernmaterialien Grafiken enthalten, lohnt es sich, sie bewusst wahrzunehmen! Versuchen Sie doch zum Beispiel einmal, diese Grafiken aus der Erinnerung nachzuzeichnen und sich dann darüber klar zu werden, welche inhaltlichen Aussagen damit verdeutlicht werden sollen.

 


Lerntipp B:

 

Sofern Ihre Lernmaterialien keine Grafiken enthalten, dann erstellen Sie sich passende Grafiken selbst, um einen noch besseren Lernerfolg zu erzielen! Sie haben dadurch nicht nur etwas Zusätzliches für Ihr Auge zur Verfügung, sondern Sie erarbeiten sich diese Grafik. (Tun = s. obige Tabelle: höchster Behaltens-Grad! - Je größer die geistige Verarbeitungs-Tiefe beim Lernen, desto höher der Lern-Erfolg!)

 

Sofern Sie als Ausbilder, Trainer, Referent oder Lehrer tätig sind, haben Sie durch Visualisierungen die Möglichkeit, den Lernprozess Ihrer Lernenden erheblich zu vereinfachen, indem Sie solche Grafiken zur Verfügung stellen oder indem Sie deren Erstellung initiieren.
 

Als Grafiken kommen insbesondere in Betracht:

  • eine einfache herkömmliche Karikatur, zum Beispiel ein Männlein, bei dem die Regionen 'Hirn', 'Herz' und 'Hand' besonders hervorgehoben sind - zur Verdeutlichung, dass es kognitive (Hirn), affektive (Herz) und psychomotorische (Hand) Lernziele / Lerninhalte gibt.

LernTipp: Die drei Lernbereiche grafisch darstellen: kognitiv, affektiv, psychomotorisch

  • ein typisches Linien-, Balken- oder Torten-Diagramm zur Darstellung von Zahlen-Werten, zum Beispiel den Verlauf des menschlichen Leistungsbereitschaft im Tagesverlauf als Linien-Diagramm.

Leistungsbereitschaftskurve (Quelle: www.uni-mainz.de/FB/Sport/physio/pdffiles/371LEIPZIG_poster03.pdf)

  • eine Zeitgerade, zum Beispiel um die Beschäftigungsverbots-Zeiten nach dem Mutterschutzgesetz darzustellen.

       Beschäftigungsverbote nach MuSchG

  • ein Fluss-Diagramm, um Arbeits- / Entscheidungsabläufe darzustellen.

Muster eines einfachen Fluss-Diagramms

  • ein Aufbau-Diagramm / Organigramm, um zum Beispiel die Struktur eines Unternehmens darzustellen.

  • eine MindMap® ('Gedanken-Landkarte'), um den Gesamt-Zusammenhang zu veranschaulichen. Hier das Beispiel einer gezielt bildhaften einfachen MindMap® zum memoPower Lernsystem: (spezielle Gedanken zu MindMap® als Lernhilfen: hier)

memoPower-Lernsystem

 

  • eine Vokabel-Bild-Karte:

weitere Infos und Muster zu Vokabel-Lernkarten / Lernkartei allgemein: www.memoCARD.de

 

Ein abschließendes Beispiel:

 

Informationstext: "Die linke Gehirnhälfte ist Sitz des Sprachzentrums und denkt in verdichteten und abstrahierten Inhalten, also Begriffen, Worten und Zahlen. Die rechte Gehirnhälfte dagegen denkt unmittelbar in sensorischen Inhalten, also beispielsweise in Bildern. Sie denkt ganzheitlich und intuitiv und ist Sitz der Phantasie."

 

Für jemanden, der sich dieses Denkmodell einprägen will, könnte eine passende Grafik hilfreich sein.

 

Abbildung 1:

linke / rechte Gehirnhälfte

 

Meinen Sie, dass Grafik 1 hilfreich ist? Werden Sie sich aufgrund dieser Grafik in drei Stunden oder in einem Tag noch daran erinnern, auf welcher Seite die beiden Wörter stehen? - Ich vermute, dass die beiden Informationsteile 'Wörter' und 'Bilder' hinsichtlich ihrer Positionierung nur unzureichend in unserem bildhaften Speicher abgelegt und erinnert werden können.

 

 

Abbildung 2:

unser Gedächtnis: bessere Erinnerungsfähigkeit durch Bilder

 

Die zweite Grafik ist wirkungsvoller, weil in die Grafik des Gehirns zwei unterschiedliche 'Bild-Informationen' integriert wurden: das Schriftbild (das Wort) 'Rose' und die Ab-bild-ung der Rose. Wir werden uns deutlich länger daran erinnern, dass das Rosen-Bild ('richtiges' Bild) auf der rechten Gehirn-Hälfte platziert ist.

 

 

Anmerkung:

Das Denkmodell der zwei insofern unterschiedlich funktionierenden Gehirnhälften entspricht nach neueren Erkenntnissen nicht der Wirklichkeit. Aber es lenkt die Aufmerksamkeit zurecht auf die Tatsache, dass wir mehr in Bildern denken sollten, um unsere Gedächtniskapazität besser nutzen zu können!"

 

In den memoPower-Gedächtnistrainings geht es schwerpunktmäßig um das 'kreativ bildhaft-verknüpfende Denken'. Damit kann die eigene Lern- / Gedächtnisfähigkeit deutlich gesteigert werden, zum Beispiel, um eine Rede frei aus der Erinnerung vortragen zu können oder um sich viele andere wichtige Dinge besser merken zu können. - Weitere Infos: hier

 

Abschließend eine kritische Überlegung:

  • MindMaps® haben zwar bestimmte Vorzüge, aber lässt sich das Bild einer typischen MindMap® wirklich gut einprägen?

Im memoPower GedächtnisTraining schaffen wir es, uns über den Königsweg des 'kreativ bildhaft-verknüpfenden Denkens' notfalls sogar die Details einer MindMap® einzuprägen; die folgende MindMap® war mal eine spannende Übung  ...

 

MindMaps einprägen - cleveres GedächtnisTraining

 

 

siehe auch: mnemonische Bilder

   

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