BrainGym® - lernunterstützende Bewegungen

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Linke / rechte Gehirnhälfte - 'Hält BrainGym®, was es verspricht?'

 

Bereits seit Langem habe ich die 'Hirnhälften-Dominanz-Theorie' kritisch betrachtet, weil diese Theorie allein noch keinen praktischen Nutzen ergibt: Was nutzt(!) es denn den TeilnehmerInnen mancher Gedächtnistrainings, wenn sie erfahren, dass die linke Gehirnhälfte angeblich*) für die abstrakten Dinge, wie Wörter, Zahlen usw. zuständig sei, die rechte dagegen für Bilder, Musik und Gefühle? Meist sei die linke Gehirnhälfte unterfordert, deshalb möge man mehr in Bildern denken. Das hört sich zumindest klug an ... -

 

Das 'In-Bildern-denken' unterstütze ich sehr, aber das Entscheidende ist weniger das theoretische Wissen hierüber, sondern das praktische Üben ... und das Tun in den Alltags-Situationen.

 

*) Sammlung von kurzen populärwissenschaftlichen Beiträgen auf wissenschaft.de.

 

 

Vor etwa fünfzehn Jahren gab es dann aber doch einen (vermeintlich) praktischen Nutzen aus diesem Denkmodell: Der Amerikaner Paul Dennison propagierte als Lerntipp spezielle 'Überkreuz'-Bewegungs-Übungen, die das Zusammenspiel von linker und rechter Gehirnhälfte fördern sollten. Diese Übungen wurden insbesondere unter der (geschützten) Bezeichnung 'BrainGym' bekannt.

 

Inzwischen habe ich von einem wissenschaftlichen Versuch erfahren, durch den die Nutzen-Aussagen zu BrainGym® überprüft wurden, unter Anderem, ob durch BrainGym® speziell die Konzentrations-Leistung (Aufgaben sollen besser und leichter lösbar sein.) verbessert werden.

 

Die Zusammenfassung der Untersuchung ist ernüchternd:

"Je 22 Studenten bildeten die Versuchs- und Kontrollgruppe. Für keinen der untersuchten Parameter zeigten sich Effekte, die sich signifikant von den Effekten der Scheinbehandlung unterschieden. Daher sollte die Anwendung von BrainGym, insbesondere wenn sie als 'Allheilmittel' bei Lernproblemen angewendet werden soll, kritisch hinterfragt werden."

Quelle: Logen, Andrea; Fügemann, Christiane; Minsel, Wolf-Rüdiger; Stephan, Egon (2004): "Stressreduktion und Leistungsverbesserung: Hält BrainGym, was es verspricht?" hier

 

In einem Telefonat hat mir die Psychologin und Mitwirkende bei dieser Untersuchung, Frau Dr. Fügemann (Uni Köln) gesagt, dass allein die Tatsache, dass Lernende eine Pause machten (und sich dann dabei am besten noch leicht bewegten) zu spürbaren Leistungsverbesserungen führe; Überkreuz-Bewegungen brächten keine messbaren zusätzlichen Vorteile.

In gewisser Weise auch ein Bezug zu 'Lernen mit Bewegung': "Kaugummikauen hilft dem Gedächtnis" (wissenschaft.de)

 

Lernen wird durch gleichzeitiges körperliches Bewegen erfolgreicher. "Weil das Gehirn dann stärker durchblutet wird – dadurch kann es Informationen besser verarbeiten." (PM-Magazin)

 

Göttinger Modellprojekt: "Täglicher Sportunterricht macht Schulkinder leistungsfähiger ..." (online-Ärztezeitung)

   

 

 

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