Faszination Gehirn - Was jeder über das Gehirn wissen sollte

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Gastbeitrag von Peter Schipek, Steyr / Oberösterreich

 

Gastautor: Peter Schipek

 

Faszination Gehirn - Was jeder über das Gehirn wissen sollte

 

Unser Gehirn ist ein Wunderwerk der Evolution. Es bringt genau in diesem Moment erstaunliche Leistungen hervor.

 

Sie lesen diese Zeilen, dabei nehmen Sie ohne besondere Anstrengung die Informationen auf; Sie denken darüber nach, während Sie schon weiter lesen. Sie wissen, wofür Sie sich interessieren und wählen wichtige Informationen aus. Sie greifen auf Ihre Wissensspeicher, um den Text zu verstehen und um seine Bedeutung zu erfassen.

 

Unser Gehirn ist ein unermesslich großes Netzwerk aus mehr als 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen). Dieses Netzwerk von Nervenzellen und zig Milliarden Gliazellen (Stützgewebe) stellen die Basis des menschlichen Gehirns dar.

 

Die Neuronen bilden untereinander Kontakte, so genannte Synapsen.

Jedes Neuron kann bis zu 10.000 solcher Synapsen mit anderen Nervenzellen entwickeln. Diese Kontaktstellen sind extrem veränderbar. Veränderungen an diesen Kontakten sind die neuronale Basis für unser Gedächtnis.

 

Schon bei der Geburt sind alle Neuronen im Gehirn vorhanden. Für eine ordnungsgemäße Funktion müssen jedoch erst die Verbindungen zwischen den Nervenzellen aufgebaut werden.

 

Durch das Lernen erfolgt eine Vernetzung, die dann ermöglicht, dass z. B. eine einzige aufgenommene Information von einer großen Zahl von Nervenzellen gemeinsam abgespeichert und jederzeit abrufbereit gehalten wird.

 

Das menschliche Gehirn setzt sich im Wesentlichen aus 5 Teilen zusammen, wobei jeder Teil bestimmte Aufgaben wahrnimmt:

 

  1. Großhirn
    Das Großhirn ist der am höchsten entwickelte Teil des Gehirns. Es ist unter anderem zuständig für die Funktionen Intelligenz und Sprache oder für die Verarbeitung visueller Reize. Es teilt sich in eine rechte und linke Hirnhälfte, die mit dem Balken verbunden sind.
     

  2. Kleinhirn
    Es steuert in erster Linie alle Bewegungsabläufe.
     

  3. Zwischenhirn
    Es ist die Zentrale des Hormonsystems.
     

  4. Mittelhirn
    Es regelt unter anderem die Augenbewegung.
     

  5. Stammhirn
    Das Stammhirn ist der Teil des Gehirns, der zwischen Endhirn und Rückenmark liegt. Es unterteilt sich in Hypothalamus, Thalamus, Brücke und verlängertes Rückenmark.

 

Hippocampus

 

Der Hippocampus ist eine Schlüsselstelle für das Lernen. In ihm fließen Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen. Diese Informationen werden verarbeitet und zum Cortex - der Hirnrinde - zurückgesandt.

 

Stellen sie sich den Hippocampus wie einen Pförtner vor. Er lässt Informationen durch - oder auch nicht. Je nachdem, ob er Lust dazu hat. Das ist nämlich nicht garantiert, denn der Hippocampus langweilt sich sehr schnell. Wenn da ständig dieselbe trockene Information kommt, hat er keinen Spaß und schließt die Tür. Welche Tricks halten nun den Hippocampus bei Laune? Abwechslung und Spaß!

 

Amygdala

 

Eine zentrale Schaltstelle im Gehirn sind die Mandelkerne (Amygdala). Hier wird in Millisekunden-Geschwindigkeit entschieden, ob ein Reiz für den Organismus
schädlich oder von Vorteil ist.

 

Registrieren die Sinnesorgane Gefahr, schüttet die Amygdala verstärkt Neurotransmitter aus. Diese Signale werden an die vegetativen Zentren im Stammhirn weitergeleitet. Von dort aus werden alle Organe der Alarmsituation angepasst.

 

Wenn das Lernen mit Angst begleitet wird, steht das Gehirn unter dem Einfluss der Amygdala.

 

Ist die Amygdala aktiviert, begünstigt sie einen eingeengten kognitiven Stil, der nur darauf aus ist, den Quellen der Angst zu entkommen. Kreativität und freies Denken sind behindert.

 

Mit dem unter Angst gelernten Inhalt, prägt sich auch die Angst mit ein.

Wir lernen sozusagen die Angst gleich mit. Angst hat also beim Lernen nichts zu suchen.

 

 

Peter Schipek: www.lernwelt.at

 

 

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