Gedächtnistraining: "Esels Welt"

- Autor: Dr. Ulrich Voigt -

 

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Esels Welt. Mnemotechnik zwischen Simonides und Harry Lorayne

 

 

Sind wir also Esel, da wir uns gern vieles merken möchten?! Vieles?
"Übernatürlich vieles", vielleicht gar "zu vieles". Und wie ist es denn möglich, sich so vieles zu merken? Durch unsere Brücken und vielerlei Tricks! - Esels Tricks! Esels Brücken!! Mnemotechnik ist die Technik der Eselsbrücken.
 

ESELS WELT ist eine grundlegende Darstellung ihrer Ursprünge, ihrer Begriffe und ihrer Philosophie, zugleich Wegweiser zu einer neuen konstruktiven Mnemotechnik.
 

Mit 18 Zeichnungen von SIMON WASSERMANN, 270 Seiten, Preis € 35 incl. Versand

 

 

Inhaltsverzeichnis

hier publiziert mit ausdrücklichem Einverständnis des Autors

 

 

Kapitel 1 - Maßstäbe

 

Technik:

Die vorliegende Abhandlung ist eine Einleitung zu meiner eigenen Mnemotechnik

 

Philosophie:

Sie enthält den Hinweis auf eine von Aristoteles entdeckte und seitdem vernachlässigte Nische der Erkenntnistheorie.

 

Geschichte:

Das Jahr 1804 wird als das Stichjahr für "gegenwärtige Mnemotechnik" betrachtet und das 19. Jahrhundert dementsprechend hervorgehoben.

Einige der im weiteren Text immer wieder herangezogenen Mnemotechniker werden näher charakterisiert.

 

Kapitel 2 - Esels Brücken

 

1. Mnemotechnik

Verfahrenstechnik / Praenotion - Emblem - Assoziation

 

1.1. Spielregeln

Die Frage nach der Definition / Mnemotechnik: Technik der Eselsbrücken A-µ-B / Unterscheidung zwischen Mnemonik und Mnemotechnik / Unterscheidung zwischen Brücke und Modell

 

Der Erinnerungsinhalt A

Die Frage nach dem Ursprung / Unterscheidung zwischen ars memoriae und ars reminiscentiae / Mnemonisches Wiedererinnern ist Wiedererinnern auf der Grundlage von Eselsbrücken.

 

Die Gedächtnisstütze B

Die Frage nach den Traditionen / Gefühle - Zeichen - Schemata - Bilder - Örter - Gedanken und Wörter - Geschichten / Methodenstreit / Zweckerinnerung

 

Die Verknüpfung µ

Die Frage nach der Struktur / Willkür als Prinzip: Hinweis auf "das Grundprinzip der Mnemotechnik"

 

1.2. Assoziation

Assoziation zwischen Brücken / willkürliche Zweckassoziation

 

2. Gehege

Praenotion: Haken - Ordnungsbild - Garderobe - Tableau - Apparat

 

3. Erinnerung und Wiedererinnerung

 

Sprachliches

Deutsch - Englisch - Lateinisch - Griechisch / Aristotelisch

 

Inhalte und Akte

Mnemonisches Wiedererinnern ist Wiedererinnern von Inhalten, nicht von Akten

 

4. Fundamentalkritik

Allgemeingut / Descartes / Kant und Hegel

 

5. Anmerkungen und Folgerungen

 

Komplexes und Einfaches

Es ist für den Zweck dieser Untersuchung nicht notwendig, sehr komplizierte Beispiele heranzuziehen.

 

Technik und Artistik

Mnemotechnik ist nicht unbedingt Praxis: Der Freiherr von Aretin als Bloß-Techniker.

 

Provisorisches und Endgültiges

Einschränkung der Untersuchung auf das Dauerhafte / Das Dauerhafte erfordert und rechtfertigt einen größeren Aufwand als das nur für den Moment Gedachte.

 

Esel und andere Menschen

Esels Brücke = Esels Krücke / Esel haben mehr als zwei Beine.

 

Gewohnheiten

Mnemotechnik verfremdet, indem sie vom Sinn abstrahiert.

 

Natürliche Mnemotechnik

Mnemotechnik entwickelt nur bereits vorhandene Strukturen / Analogie zur vichianischen Poesie / Psychoanalyse

 

Metaphysik des Erinnerns

Wechselbeziehung zwischen den philosophischen Meinungen über das Erinnern einerseits und Mnemonik andererseits.

 

Psychologie des Erinnerns

Die Interpretation sinn-loser Bilder

 

Verfremdung und Identifikation–Reduktion und Transformation

Die mnemotechnische Reduktion führt in neue, künstliche Identifikationen.

 

6. Reine Mnemotechnik

Reine Mnemotechnik versucht, sich von Wertungen frei zu machen.

 

Das Schickliche

Die Furcht vor gefährlich wuchernder Phantasie als äußere Blockade

 

Das Wahre

Das Bedürfnis nach Wahrheit als innere Blockade / Polemik gegen Frances Yates

 

7. Umgang mit Mnemotechnik

 

Esel unter sich?

Mnemotechnik beansprucht eine Rolle in ihrem gesellschaftlichen Umfeld.

 

Lerntechnik

Mnemotechnik als Teil der Lerntechnik

 

Denktechnik

Mnemotechnik als Teil auch der Denktechnik?

 

Der Standpunkt des Benutzers

Mnemotechnik als "Medizin"

 

Kapitel 3 - Esels Bilder

 

1. Bildmnemonik

Bild-Mnemonik als Hauptlinie der Tradition

 

1.1. Das vollkommene Bild

 

Das Äußere

Forderungen an die Gestaltung eines Bildes

 

Das Innere

Der Kranz möglicher Aussagen, der an einem Bild hängt

 

Die Verinnerlichung

Es geht eigentlich gar nicht um Bilder, sondern um Vorstellungen.

 

1.2. Elementarbilder

Die Idee eines Lagers von nicht zerlegbaren Bildern

 

2. Klumpen

Der komplexe stabile Zusammenhang und seine interaktiven Elemente

 

3. Embleme

Der zunehmende Abstraktheits- und Systematisierungsgrad der Definitionen kennzeichnet den technischen Fortschritt / Löwe = Mut, Löwe = Art.58 GG

 

4. Kooperation

Schenckel (1593) - Döbel (1709)

 

5. Explizite Bildertechnik

Das 17. Jahrhundert als Höhepunkt

 

6. Bewegung

Das Bild-Ideal der Mnemonik impliziert Bewegung und Komplexität.

 

7. Ordnungsbilder: Die Döbelschen Stuben

Ein Apparat, auf den im folgenden gelegentlich Bezug genommen wird

 

 

Kapitel 4 - Esels Assoziationen

 

1. Philosophie

Das Grundprinzip der Mnemotechnik: "Zwischen beliebigen und möglichen Assoziationen soll kein Unterschied bestehen."

 

Hume und Leibniz

"Natürlichkeit" versus "Unwissenschaftlichkeit"

 

Kant und Hegel

Emotional begründete Radikalurteile

 

2. Technik

 

2.1. Die einfache Assoziation

 

Direkte Formen:

Gedankenverbindung / sprachliche Verpackung / räumliche Nähe / Interaktion / Transformation / Ähnlichkeit / Inklusion

 

Indirekte Formen:

Treppe / Gelenk / Schlüsselwort

 

2.2. Die komplexe Assoziation

 

Permutationen:

Die Kettenmethode

Kettenmethode / eigentliche Kettenmethode / Fadenmethode

 

Die Garderobenmethode

Garderobenmethode / eigentliche Garderobenmethode / Buchstabenbilder und Zahlcharaktere

 

Mengen:

Die Klumpenmethode

Klumpenmethode / Scheinklumpenmethode / Multiple-Choice-Methode

 

2.3. Individualisierungen

Welche Vorkehrungen sind notwendig, um sich in einer Mehrzahl von Phantasien ( = Ketten, Fäden, Garderoben oder Klumpen) auszukennen?

 

3. Geschichte

 

3.1. Historische Einordnung der Verfahren

 

Garderobenmethode (Simonides)

Eigentliche Garderobenmethode (Theodektes)

Kettenmethode (Aristoteles)

Fadenmethode ("Indien")

Klumpenmethode (Buno)

 

3.2. Aristoteles

 

Aristotelische Mnemotechnik:

Nur diese eine Stelle soll zugrunde gelegt werden: de memoria 252 a

 

Verankerung (ars memoriae)

Gleichzeitige Verwendung von Garderoben- und Kettenmethode

 

Wiederfinden (ars reminiscentiae)

Planmäßiges Herumstochern

 

Aristotelische Mnemonik:

Mnemotechnik aus der Benutzerperspektive und mit anthrop. Absicht

 

Kapitel 5 - Esels Geschichten

 

1. Die verläßliche Primärverankerung

"Geschichte" soll "Bild" ersetzen.

 

2. Vor dem Hintergrund einer Geschichte

Nein, die Bilder sollen nicht wirklich ersetzt werden, sondern nur unterfüttert.

 

3. Die Konstruktion von Geschichten

Die Seele / die Überschrift / die eindeutigen Grundlagen

 

4. Technik

Wortlisten / "Französische Genusregeln zur Erlernung in wenigen Stunden" / Kritik an Weber-Rumpe / Stilistisches

 

Kapitel 6 - Esels Wörter - Esels Zahlen

 

1. Ziffern

 

1.1. Buchstaben und Zahlen

Buchstaben- und Zahlbilder in Analogie / der indische Zifferncode / Phonetik statt Orthographie

 

1.2. Festlegung des Codes

Das System "Aimé Paris" wird zugrunde gelegt / Polemik gegen Nationalisierungen im Stile Reventlows / Fortsetzung der 10 Ziffernwörter zu größeren Garderoben

 

1.3. Anmerkungen

 

Der Zifferncode als Fundament

Ein gemeinsames Fundament für die Bearbeitung der Zahlen und der Laute / Hinweis auf Mnemotechnik

 

Das Zahlenlexikon

Hinweis auf 'Unsere' Gedächtnisstadt

 

2. Zahlen

 

2.1. Phasen mnemotechnischer Arbeit: Die Fadenmethode

Die Ziffernfolge 35 76 02 11 43 98 14 27 40 17 81 wird auf unterschiedlichen Wegen nach der Fadenmethode bearbeitet, und zwar

- im Fall A mit improvisierten Bildern

- im Fall B mit Bildern aus einer vorbereiteten 100-Garderobe

 

2.2. Farben

Unterstützung der obigen Methoden mittels Farben / Döbels Stuben / Blindenschrift

 

2.3. Kritik an der Faden-Methode: Die Garderobenmethode

Bearbeitung der obigen Ziffernfolge mittels einer 11-Garderobe / Döbels Gedächtnis-A,B,C

 

2.4. Kritik an der Garderobenmethode: Die Scheinklumpenmethode

Bearbeitung derselben Ziffernfolge mittels

a. eines 11-Apparates (bestehend aus elf 100-Garderoben),

b. des Alphabets

 

3. Hundert Wörter

 

3.1. Zweistelligkeit

Die 100-Garderobe als Favorit

 

3.2. Theas 100-Garderobe

Konkrete und detaillierte Antwort auf die Frage, wie man sich eine 100-Garderobe einprägen könnte

 

3.3. Paragraphenwissen

Die Paragraphen werden einzeln an Haken aufgehängt und dabei über die 100 aufgewickelt: 146 Artikel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland / 214 Schlüsselzeichen des traditionellen chinesischen Zeichenlexikons

 

Kapitel 7 - Esels Örter

 

1. Topologie

Antike Mnemotechnik / Gedächtnisörter / vollkommene Örter / Simonides

 

Der Ort als Hintergrund

Unterscheidung zwischen Orientierung und Lokalisierung / Der ideale Gedächtnisort als "Nest"

 

Der Ort als Speicher

Überlegung zur Aufnahmefähigkeit von Örtern

 

Der Ort als Hinweis

"Der Grundgedanke der antiken Mnemotechnik"

 

Das Tableau

Die aus Örtern bestehende Garderobe

 

Topik

Das begriffliche Analogon zum Tableau

 

Architektur

Unterscheidung zwischen architektonischer und dekorativer Mnemotechnik

 

Der topologische Grundsatz: Verankern statt Locieren

Variationen der Meinung, daß jedes Bild auf einen bestimmten Ort gehöre

 

Topologische Mnemotechnik

Prioritätsfragen zwischen "Ort" und "Bild"

 

2. Ordnung

 

2.1. Topologische Ordnung

Verschiedene Möglichkeiten, durch optische Gliederung

Zählbarkeit herzustellen

Zwei Beispiele: Die Zahl 35 76 02 11 43 98 14 27 40 17 81 / die Döbelschen Stuben

 

2.2. Phonetische Ordnung

Die Idee ist, die antike Technik mit Hilfe des Zifferncodes zu reformieren.

Beispiel: Die Döbelschen Stuben

 

3. Träumereien

 

3.1. Zwischen Wirklichkeit und Unwirklichkeit

Es geht um das Setzen von Örtern und die beiden Absichten, einerseits die reale Umgebung nutzbar zu machen, auf der anderen Seite aber einen durchkonstruierten Apparat zu behalten.

 

3.2. Halbwirkliches: Personen als Hausnummern

Die 100-Personen-Garderobe als Mittel, eine Vielzahl von 100-Örter-Garderoben herzustellen

 

3.3. Halbunwirkliches: Schulräume

Didaktik und Mnemonik / die 100-Örter-Schule

 

4. Wanderungen

Das Abwandern und Entschlüsseln von Depots

Beispiel: Stadtbummel in Hamburg-St.Pauli zu einer Zahl namens Pi

 

 

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Übersicht zu den Büchern insgesamt