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Überblick:
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Ergebnis-orientiertes Lernen
(Teil 1)
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Drei Arten von Lern-Prozessen - plus ein 'Joker'
(Teil 2)
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kreativ bildhaft verknüpfendes Denken im Lehr-Prozess
(Teil 3)
Drei Arten von Lern-Prozessen - plus ein
'Joker'
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verstehendes Lernen
Der
wirkungsvollste Lern-Prozess für kognitive Lerninhalte ist das
verstehende Lernen;
die Lerninhalte sind anschließend in sachlich-logischer Weise
rekonstruierbar.
Beispiele:
Verstehendes Lernen baut immer auf (Basis-)Informationen auf!
Lernende haben oftmals mit dem verstehenden Lernen Schwierigkeiten, weil
sie die zugrunde liegenden Basis-Informationen (noch) nicht kennen
oder
diese (noch) nicht verstehen. - Verstehendes Lernen' ist umso
erfolgreicher, je mehr passendes und reproduzierbares Fakten-Wissen zur
Verfügung steht!
Lehrende und Buch- / eLearning-Autoren
können das verstehende Lernen entscheidend erleichtern, indem sie dazu
beitragen, dass die Lernenden auch die betreffenden Basis-Informationen
beherrschen (im Sinne von reproduzieren können).
Auch wenn das 'verstehende Lernen' gegenüber dem bloßen
Einprägen und Reproduzieren eine 'höhere Qualität' zu haben scheint, so
sollte man realistisch bleiben: Es ist eine Utopie, alle wichtigen
Lerninhalte 'verstehend' zu lehren bzw. lernen zu können - das wäre auch
alles andere als ökonomisch!
Beispiel:
Für wen ist es wirklich erforderlich, technisch darlegen zu können, wie
ein PC oder das Internet funktioniert? Möglichst viele Menschen sollten
zwar die Handhabung
dieser Techniken gelernt haben, aber sie brauchen diese Techniken nicht
zu verstehen!
Jeder Mensch sollte zwar in der Lage sein, bestimmte Dinge (welche?)
nicht nur zu wissen, sondern sie in einem gewissen Umfang auch
'verstanden' zu haben. Es scheint aber ein Irrweg zu sein, das
verstehende Lernen als das einzige Ideal anzusehen. - Es gibt vier
typische Situationen, in denen das 'kreative Lern-Denken' der richtige
Baustein ist zwischen 'verstehendem Lernen' und 'Pauken'; ausführliche
Darstellung:
hier
Ich vertrete die Ansicht, dass bereits
Kinder und Jugendliche in der Schulzeit darin gefördert werden sollen,
möglichst 'verstehend' zu lernen! - Häufig fehlt jedoch sowohl bei
Kindern, Jugendlichen als auch bei Erwachsenen allein schon das
Know-how, Basis-Informationen effizient einprägen und
reproduzieren zu können. Deshalb
wird 'Lernen' von vielen Menschen als schwer empfunden!
Zusammenfassung:
'Verstehendes Lernen' ist umso
erfolgreicher, je mehr passendes und reproduzierbares Faktenwissen zur
Verfügung steht!
Das Erlernen von Faktenwissen kann dadurch
entscheidend erleichtert werden, dass geeignete Lern- und
Gedächtnistechniken angewendet werden!
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beschäftigungs-intensives
Lernen
Umfassende Lerninhalte können dadurch gelernt werden,
- dass sich die Lernenden mit diesen Inhalten
intensiv beschäftigen,
zum Beispiel durch Strukturieren, Exzerpieren, grafisches
Darstellen (Das könnte auch ein Hilfe für 'verstehendes Lernen' sein.)
- bzw. indem sie sich die Fertigkeiten durch häufige Anwendungs-Wiederholungen aneignen (zum Beispiel beim
Fremdsprachen-Lernen).
-
paukendes
Lernen
Der
ungeeignetste Lern-Prozess ist das
'Pauken'.
Für manche Wissens-Inhalte scheint jedoch das Pauken die einzig mögliche
Lösung zu sein, insbesondere für alle so genannten 'Regeln', zum
Beispiel "Die
Vorsilbe 'miss' wird im Deutschen immer mit Doppel-'s' geschrieben, die
Nachsilbe 'mis' jedoch nur mit einfachem 's'." - Mitunter werden solche
Regeln einfach geändert: Früher galt 'Schloß' als richtige
Rechtschreibung, heute gilt 'Schloss' als richtig ...
Anmerkung:
Das Wiederholungs-Lernen mit
Lernkarten /
MemoCards
kann einerseits als Pauk-Methode angesehen werden, braucht
andererseits aber überhaupt nichts mit Paukerei zu tun zu haben! Es
kommt darauf an, in welcher Weise
Lernkarten / MemoCards
verwendet werden!
-
Lernen durch kreatives Denken
('der Joker')
Das
'kreativ bildhaft-verknüpfende Denken'
als ergänzender(!) Lern-Prozess hat wichtige Vorzüge, ...
-
weil manche Lern-Inhalte zwar für 'Fortgeschrittene', aber noch
nicht für 'Anfänger' verstehbar sind (zum Beispiel mathematische
Ableitungen).
-
weil manche Lern-Inhalte trotz Verständnisses wegen ihrer
Komplexität oder wegen ihres großen Umfangs ansonsten nicht
wiedergegeben werden können (zum Beispiel der Inhalt eines
Referates).
-
weil manche Lern-Inhalte objektiv gar nicht verstehbar / begründbar
sind, zum Beispiel die Reihenfolge von Gebirgszügen oder die Länge
von Flüssen oder alle so genannten 'Regeln'.
-
weil es
die effizientere Alternative zum 'Pauken' ist.
-
weil es das kreative Denken (Teil der
Intelligenz) fördert.
(Das 'kreativ bildhaft-verknüpfende Denken' bildet
übrigens den Schwerpunkt der
memoPower
Lerntechnik- / Gedächtnistrainings; denn 'Gedächtnis' kommt von
'gedacht' ...)
Schlussfolgerungen zum verstehenden Lernen:
-
'Verstehendes Lernen' ist nichts Anderes, als dass kleine
'Wissens-Atome' zu einem 'Wissens-Molekül' zusammen gefasst werden.
-
'Verstehendes Lernen' auf einer höheren Ebene ist nichts Anderes,
als dass kleine 'Wissens- Moleküle' zu einem größeren
'Wissens-Molekül' zusammen gefasst werden.
-
Im Umkehrschluss reduziert sich 'verstehendes Lernen' letztlich auf das
logische Kombinieren ganz einfacher Fakten: Sofern ein Lernender alle
betreffenden Einzelfakten reproduzieren kann, wird er im Normalfall auch
in der Lage sein, die Kombination dieser Fakten 'verstehend'
nachzuvollziehen.
Der
Hilfeschrei eines Lernenden "Das versteh ich nicht!" beruht also darauf,
dass er die zu Grunde liegenden Detail-Fakten nicht beherrscht / nicht
reproduzieren kann. Dies könnte für
ihn selbst bzw. den Lehrenden eine wichtige Erkenntnis sein ...
- gleichzeitig ein Hinweis darauf,
dass ein Lerntechnik- /
Gedächtnistraining wertvolle Hilfe leisten kann!
Wie viele
'Wissens-Moleküle' soll ein Lernender unbedingt verstehend zusammen setzen
können? - Muss ein Lernender zum Beispiel unbedingt logisch begründen können
('verstehendes Lernen'), warum die Uhr zu Beginn der Sommerzeit
vor-gestellt wird? ... oder würde es in diesem Fall (und in vielen
anderen Beispielen) völlig ausreichen, dass er dies als fest stehenden Fakt
'einfach gelernt' hat - notfalls über folgenden 'kreativen Gedanken
('Eselsbrücke' / 'Fuchsbrücke'): "Im
Frühjahr hole ich die Gartenmöbel aus dem Schuppen her-vor; im Herbst
stelle ich die Gartenmöbel wieder in den Schuppen zurück.
zusammenfassende Kernaussagen
-
'Kapieren' ('verstehendes Lernen') ist sinnvoller als 'Pauken'.
-
'Kreatives Denken' (als Ersatz für 'verstehendes Lernen') ist
sinnvoller als 'Pauken'.
-
Alle
elementaren Wissensinhalte sind überhaupt nicht verstehbar, zum
Beispiel: "Dieses Teil bezeichnen wir als Rad.", "Eine Stunde hat 60
Minuten.", "Ein rechter Winkel misst 90°."
- Das gilt für berufsfachliche
Inhalte ebenso! - Was nicht verstehbar ist, kann auch nicht 'verstehend
gelernt' werden!
-
'Verstehendes Lernen' und 'Lernen durch kreatives Denken' sind keine
Gegensätze, sondern sie ergänzen sich.
Fortsetzung (Teil 3)
Kostenfrei:
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